Facebook Reichweite und Cat-Content


Facebook_Reichweite

„Ich bekomme gar keine Mitteilungen mehr von deiner Facebook-Seite. Das ist schade. Ich freue mich immer so, wenn es was Neues gibt. Das ist doch komisch, ich habe deine Seite doch mit ´gefällt mir´ geklickt. Warum macht Facebook das?“

So oder ähnlich tat mir letzte Woche eine Bekannte ihren Ärger über Facebook kund. Ja, warum macht Facebook das? Da gibt es zwei Erklärungen. Eine hat mit Geld zu tun und die andere mit zufriedenen Facebook-Nutzern. Ich will man beide erläutern 😉

 

Was hat die Reichweite einer Facebook-Seite mit süßen Tierbildern zu tun?

Die Anzahl der Fans einer Seite sagt nichts über deren Erfolg aus. Eine wichtigere Größe ist die sogenannte organische Reichweite. Dies ist die Anzahl der Nutzer, die in ihrem Newsfeed über einen Beitrag informiert wurden. Interagieren wenig Fans mit der Seite (also wird wenig kommentiert und geliked) sinkt diese Reichweite. Das bedeutet im Klartext, immer weniger Fans der Seite bekommen die Beiträge im Neewsfeed angezeigt.

Facebook gibt an, dies im Sinne der Nutzer zu tun. Liked und kommentiert ein Fan eine Seite kaum, kann davon ausgegangen werden, dass die Inhalte nicht von Interesse sind. Um Platz für wichtigere Inhalte zu machen, werden daher die vermeintlich weniger wichtigen ausgeblendet.

Seit Facebook im Oktober 2013 einen neuen Algorithmus zur Bestimmung der Reichweite eingeführt hat, ist die organische Reichweite der Facebook-Seiten auf durchschnittlich 6% gesunken: nur durchschnittlich 6% der Menschen, die eine Seite geliked haben, werden mit deren Beiträgen versorgt! Für Seitenadmins, die ihre Seite mit viel Liebe und Kontinuität pflegen, ist das sehr enttäuschend.

Viele greifen auf Tricks zurück und posten gezielt Fotos, die zum liken und kommentieren animieren. Süße Tierfotos, schöne Urlaubslandschaften, philosophische Zitate. Oft auch tatsächlich mit einer Aufforderung, z.B. „Like, wenn du auch gerne an diesem Strand wärst“. Doch auch das wird nun abgestraft. Seiten, deren Inhalte, viral auf Facebook geteilt werden (also von ganz ganz vielen Nutzern) haben nicht den gleichen Stellenwert, wie Seiten, die immer mit den gleichen Nutzern interagieren. Es wird davon ausgegangen, dass die Qualität der Beiträge einer Seite höher ist, wenn ein Nutzer immer wieder darauf reagiert.

 

Ist das nun gut oder schlecht?

Laut Facebook geschieht dies natürlich alles nur, um die Qualität der Inhalte für die Nutzer zu verbessern. Wenn man Geld investiert wird das mit der Qualität dann nicht mehr so eng gesehen. Dann kann man die organische Reichweite beliebig ausdehnen. Gerade für kleine Unternehmen mit wenig Budget ist diese Entwicklung natürlich fatal. Erste Unternehmen wenden sich daher schon von Facebook ab.

Andererseits sollen natürlich die Nutzer Inhalte sehen, die sie wirklich interessieren. Ich traue dem durchschnittlichen Facebooknutzer allerdings zu, eine Seite zu ent-liken, wenn deren Inhalte nerven. Bei der Fülle an Inhalten und Infos ist es verständlich, dass nicht alles im Neewsfeed landen kann. Aber eine Reichweite von 6% ist meines Erachtens nicht zu vertreten. Da überwiegt für mich dann doch der kommerzielle Gedanke, die Seitenadmins für ihre Reichweite bezahlen zu lassen.

Möchten Sie eine Seite also unterstützen bzw. über ihre Neuigkeiten informiert werden, dann liken und kommentieren Sie die Beiträge.

 

Was tun, wenn man auf Facebook nicht liken und kommentieren möchte

Nun gibt es aber Menschen, die auf Facebook nur konsumieren und nicht interagieren möchten. Laut Statistiken ist dies sogar die Mehrheit. Vielleicht sind sie schüchtern, vielleicht wissen sie nicht was sie schreiben sollen, vielleicht geht es aber auch gegen ihre Prinzipien. Viele Gründe sind möglich und habe ich schon gehört. Was kann man also tun, um trotzdem im Neewsfeed informiert zu werden? Die Lösung heißt Interessenslisten. Diese Listen können erstellt werden und erscheinen auf Ihrer Facebook-Startseite links in der Sidebar unter „Interessen“. Folgendermaßen erstellen Sie eine Liste bzw. fügen Sie eine Seite zu einer Liste hinzu:

 

Links in der Sidebar auf „Interessen“ klicken

Sidebar

(zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

 

Nun können Sie „Liste erstellen“ auswählen

Liste_erstellen

 

Ein Überblick der von Ihnen gefolgten Freunde, Seiten und Abonnenten erscheint. Hier können Sie auswählen, wer zur neuen Liste hinzugefügt werden kann.

Seiten_Auswaehlen

 

Nachdem Sie auf „weiter“ klicken können Sie der Liste einen Namen geben. Außerdem können Sie entscheiden, ob die Liste öffentlich, für Freunde einsehbar oder nur für Sie privat sein soll. Rechts sehen Sie nochmal, welche Seiten und Freunde Sie gewählt haben. Sie haben die Möglichkeit, hier auf „zurück“ zu klicken und ggf. nochmal jemanden aus der Liste zu entfernen.

Name_der_Liste

Danach auf fertig klicken und schon sehen Sie Ihre neu erstellte Liste unter „Interessen“.

 

Wenn Sie viele Listen haben, sind nicht mehr alle in der Sidebar zu sehen und müssen durch Klick auf „mehr“ abgerufen werden.

Wenn Ihnen eine Seite ganz wichtig ist und Sie sie immer direkt abrufbar haben wollen, können Sie sie zu den Favoriten hinzufügen. Das ist möglich durch Anwählen des Bearbeitungs-Stiftes Ihrer unter „mehr“ gelisteten Seiten. Die Liste erscheint dann immer an prominenter Stelle oben in Ihrer Sidebar.

Nun müssen Sie nur noch auf die jeweilige Liste klicken und sehen die Neuigkeiten Ihrer Lieblingsseiten, ganz ohne gezwungen zu sein, mit ihr zu interagieren.

 

Die Seitenadmins nicht vergessen

Aber vergessen Sie die Seitenbetreiber nicht. Diese freuen sich natürlich über Interaktionen. Facebook ist ein Kommunikationskanal. Und Kommunikation lebt vom gemeinsamen Austausch. Also immer dran denken: liken und kommentieren freut uns Admins 😉

Und eines ist sicher, bei mir wird es auch immer mal Katzenfotos geben. Sie gehören zu meinem Alltag dazu. Und so ein bisschen Cat-Content ist auch gut für´s Gemüt 😉

 

Ich freue mich über einen Kommentar!